Radweg Pommersche Seenplatte beendet
Der gestrige Abend endete stimmungsvoll in der Stadt.

Heute Morgen sorgte erst einmal das Fehlen jeglicher Radwegbeschriftung für Verwirrung. So musste es mal wieder klassisch mit der Karte gehen. Die letzte Etappe führte uns vorwiegend auf kleinen Regionalstraßen durch’s Land. Wir scheinen auf der polnischen Alleenstraße unterwegs zu sein.


Landschaftlich machte sich langsam eine Veränderung bemerkbar. Die Seen am Wegesrand wurden kleiner und seltener, wir kamen nur noch durch klitzekleine Dörfchen. Die einzige Stadt auf dem Weg war Biały Bor, eine kleine ukrainische Enklave, in der ukrainische Traditionen noch gepflegt werden und sogar eine ukrainische Schule unterhalten wird. Die Ukrainer wurden nach dem 2. Weltkrieg aus Südpolen hierher umgesiedelt, nachdem der Ort durch die Vertreibung der Deutschen fast völlig leer war.


Das letzte Stück des Radweges 20 führte noch mal über einen „Berg“ und siehe da, auf den letzten 10 Kilometern tauchte die Radwegeschriftung wieder in gewohnter Manier auf.

Ein Regenschauer kündigte sich an und wir beeilen uns, die letzte Stadt zu erreichen, Miastko. Was wir nicht erwartet hatten, war die Vollbelegung aller Hotelbetten in der Stadt. Wir konnten uns gar nicht erklären, weshalb in dieser etwas schlichten Stadt kein Bett zu kriegen sein sollte. Am Tourismus liegt es garantiert nicht. Wir mussten uns also nochmals auf’s Rad schwingen und fanden eine Unterkunft auf einem ehemaligen Bauernhof am Ende der Welt. Auch mal schön. Nass sind wir übrigens nicht mehr geworden.

Und nun? Müsst ihr eher wieder zurück? Oder was ist nun, wenn der Radweg beendet ist?