Immer mit dem Westwind

Das Glück blieb uns auch am heutigen Tag erhalten. Wir hatten wieder Rückenwind. Zwar nicht mehr so stark wie gestern, er störte aber nicht. Nach kurzer Fahrt bemerkten wir wieder mal eine Veränderung in der Landschaft. Nun fuhren wir durch einen Dünenwald, ein schönes Erlebnis. Plötzlich war der Wald weg, wir passierten ein Tor und fanden uns auf einer sandigen Ebene kilometerweiten Ausmaßes wieder.

Unsere erste Vermutung war Sandabbau. Aber auf einer solch großen Fläche und mit nur ein paar Baggern? Die nächste Idee: Windräder. Auch dazu war die Fläche zu groß. Ein neues Militärgelände? Möglich. Niemals wären wir jedoch darauf gekommen, was wir über den QR-Code auf einem Baustellenschild erfuhren. Dort wird Polens erstes Kernkraftwerk gebaut. Unglaublich!

Weiter ging es dann für uns immer parallel zum Ostseestrand und immer auf mehr oder weniger festen Sand- und Schotterstraßen bis Ostrowo .

Zwischendurch streiften wir ab und an einen Urlaubsort. Da war vielleicht immer was los. Einen Vorgeschmack hatten wir ja gestern Abend in unserem Zielort Leba schon bekommen. Es scheint aber zu jeder Tageszeit Gedränge auf den Straßen zu herrschen. Und die Buden, die sich dicht an dicht drängen. Essen, Süßigkeiten, Andenken, Krimskrams, Schuck, Klamotten… Und in allen Orten exakt der gleiche Kram.

Zum Übernachten fanden wir wieder ein sehr schönes Plätzchen, einen kleinen privaten Campingplatz. Sehr schön gelegen.

Diesmal liefen wir zum Einkaufen zwei Kilometer über den Strand. Das Wasser war heute gar nicht so kalt wie gestern, gebadet haben wir trotzdem nicht.

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