Lviv / Львів: Donnerstag

Trete am Morgen aus dem Haus und treffe direkt auf einen Libanesen. Kommen kurz ins Gespräch.
Ein Café zum Frühstücken ist schnell gefunden. Die Sonne scheint und ich nutze die Gunst der Stunde, Fotos der Sehenswürdigkeiten zu machen. Die Leute auf der Straße genießen das schöne Wetter. Am Meet-Stand gibt es den ersten Becher Wodka-Meet. Bunkere mir gleich eine Flasche. Besuche ein Waffenmuseum. Mit der Fotoerlaubnis kommen ich schon auf deutlich über einen Euro Eintritt. Die Stadt bereitet sich langsam auf die Weihnachtszeit vor. Schönes Fotomotiv: die italienischen Arkaden in der Rathausstraße.
Besorge mir eine Eintrittskarte für die Oper. Nehme den besten Platz, den ich bekommen kann für 10€. In einem der Cafés gibt es super leckere Napoleonschnitte.
In der Oper sitzen vor mir ein paar Anzugträger. Merke schon, dass die keine Ruhe haben. Nach dem ersten Akt steht einer nach dem anderen auf und gibt mir das Sichtfeld frei. Auch heute wieder immer mal ein Handyklingeln und Leute, die zwischendurch mal raus müssen. Freue mich beim Vorhang nach der ersten Pause, dass es doch gar nicht so lang gedauert hat mit Aida. Die Leute klatschen verhalten. War vielleicht nicht so toll? Allerdings geht kaum jemand nach Hause. Es folgen noch zwei weitere Pausen, bis es überstanden ist. Bin halt doch ein Kulturbanause.
Im Keller der Oper gibt es auch einen Club. Genieße noch eine Weile die Livemusik und mache mich dann auf den Weg ins Hostel. Treffe einen älteren Saxophonspieler. Für ein wenig Geld spielt er mir was vor.
In der Nacht komme ich deutlich zur Auffassung, das Waldpilze aus der Ukraine nicht immer eine gute Wahl bei der Essenauswahl sind. Sollte vielleicht nach der Rückkehr mal meine Strahlung messen. Kann mir jetzt auch denken, warum die Bedienung noch mal nachfragte, ob denn alles in Ordnung wäre mit dem Fettuchini.

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4 Kommentare zu “Lviv / Львів: Donnerstag
  1. Ralf sagt:

    Ich glaube da entsteht der nächste Buenos Dias Beitrag. Sehr amüsant geschrieben – ich bin auf die Bilder gespannt.

  2. Andreas sagt:

    Frage 1: Hatte wohl in der Nähe zu tun. Nehme an, dass der Besuch harmloser Natur war. Obwohl, er hat mich nach dem Weg zur Kirche gefragt;-)
    Frage 2: Es ist ein Mandel-Sahne Kuchen.

  3. C. aus B. sagt:

    Ich vergaß zu sagen, dass ich mich über die Texte sehr amüsiert habe!

  4. C. aus B. sagt:

    Was macht ein Libanese in Lviv und was hatte er zu erzählen?
    Napoleonschnitte? Was ist das?

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