Wie die feinen Leute

Hatte ja im Vorfeld einen Plan gemacht, wo wir so nächtigen könnten. Das hat uns letzte Nacht eine gemütliche Unterkunft an einer Hauptverkehrsstraße für wenig Geld beschert. Für Heute haben wir die Strecke auf 50km verkürzt, da auf der Karte an ruhiger Stelle ein Hotel direkt am Dnepr eingezeichnet war. Für uns eine Option für zwei Nächte.

Bis dahin war es eine ausgesprochen angenehme Tour. Am Anfang, wie geplant, eine Route über Feldwege mit kurzen Schiebestrecken. Dann weiter auf ruhigen, recht gut befahrbaren Straßen, quer durch kleine Dörfer. Immer mal eine Rast im Konsum. An einer dieser Institutionen spricht uns einer an und erzählt was von Elektrofahrrädern. Das wir ihn nicht verstehen, ignoriert er geflissentlich. Wir suchen die einzige Sehenswürdigkeit auf der Strecke. Ihr wisst schon: Dostoprimetschschatjelnosti. Eine Ausgrabungsstätte oder Ruinen. Haben uns auch auf einem sandigen Weg dahin gefunden. Einzig, die Sehenswürdigkeit fehlte.

Dann Ankunft an der Unterkunft. Schon die Hinweisschilder sahen schick aus. Wir sahen schon etwas außerirdisch mit unser verschwitzten Klamotten aus. Feiner Rasen, dazwischen Ferienhäuser, eine Restaurant, was kein einheimisches Bier ausschenkt, ein getäfelter Weg zum Strand. Alle Gäste fahren schicke Autos. Oberklasse. Das Ganze kostet uns das dreifache der letzen Unterkunft. Was soll’s. Kreditkarte geht nicht. Sollte irgendeine Nummer für eine Überweisung anrufen. Haben dann lieber mit Euro bezahlt. Werden jetzt mal so richtig Urlaub machen.

Ach ja, die Bilder zum letzten Artikel sind online.

Ein Kommentar zu “Wie die feinen Leute
  1. Ulrike sagt:

    Ihr habt aber auch ein Pech mit den Sehenswürdigkeiten: entweder sind sie weg, oder sehen plötzlich ganz anders aus wie vorab beschrieben…
    Nur mit den Quartieren scheint ihr von Mal zu Mal mehr Glück zu haben. Es sei euch gegönnt 😊

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